Der Chiphersteller NVIDIA ist das Unternehmen, das den stärksten Einfluss auf die Entwicklung im AI-Segment hat. Auch OpenAI ist darauf angewiesen, seine Modelle mit den spezialisierten Hochleistungsrechnern von NVIDIA zu trainieren.

Vorgestern hat die Entwicklungkonferenz von NVIDIA begonnen. Natürlich mit der Keynote von Jensen Huang, dem CEO von NVIDIA. 

Zwei Stunden ging diese Keynote, die von Vielen in der AI-Branche, als das bzw. eines der wichtigsten Events der Branche eingeordnet wird. 

Was sind die Key-Takeways aus der Keynote und was können wir bzgl. unserer Business-Entscheidungen aus dem Event mitnehmen? 

Unter dem Verzicht auf zu technische Details habe ich versucht, das für dich in dieser Ausgabe zusammen zu fassen. 

Warum ist das wichtig?

Die Aussagen und Ankündigungen von NVIDIA-CEO Huang erlauben uns einen Blick in die Zukunft. Auf smartere AI-Modelle, neue Möglichkeiten der industriellen und logistischen Planung und auf Robotik, die früher als viele glaubten, an Bedeutung gewinnen wird.

Los geht’s! 🚀


Die 5 Haupt-Learnings aus der NVIDIA-Keynote

Kurz und knapp sind dies, die nach meiner Ansicht nach wichtigsten Kernaussagen aus der Keynote von Jensen Huang. Diese Weiterentwicklungen haben das Potential in vielen Unternehmen, vor allem aber in der produzierenden Industrie, große Veränderungen hervorrufen. 

  1. Vielfach leistungsfähigere Chips und Computer
    Die auf AI-Modelle spezialisierten Chips und Rechner-Module werden immer leistungsfähiger. Die Entwicklungsgeschwindigkeit und die Steigerungsraten sind schneller, als das was wir im letzten Jahrzehnt gesehen haben. Das während der Keynote vorgestellte System mit dem Namen Blackwell ist vier mal leistungsfähiger als die vorangegangeen Chip-Generation Grace Hopper, mit der u.a. OpenAI seine LLMs trainiert hat.
  2. Integriere Software- und Plattform-Lösungen
    NVIDIA ist ein Chiphersteller - aber immer mehr auch ein Anbieter von spezialisierter Software und Entwicklungsplattformen und bietet Schnittstellen zu anderen Software-Produkten, um Supercomputer in bestehende Systeme zu integrieren oder über die Cloud anzubinden.
  3. “Virtuelle Zwillinge” als neuer Entwicklsansatz
    Jensen Huang erklärt einen neuen, innovativen Ansatz, wie AI die Arbeit in Unternehmen nachhaltig verändern wird: Digitale Zwillinge. Dies bedeutet, dass bevor etwas gebaut wird, alles in einer virtuellen Umgebung entwickelt, simuliert und getestet werden kann. Unter den auf unserer Welt vorherrschenden physikalischen Bedingungen. Dies könnte Entwicklungs- und Bauzeiten in der Industrie und damit die Produktivität relevant beeinflussen. 
  4. AI-Modelle werden mit Videos trainiert werden
    Neue AI-Modelle werden mit Hilfe der Technologie von NVIDIA nicht mehr nur mit Texten trainiert, sondern auch mit Daten und vor allem mit Videos, die dazu führen, dass die AI die physikalischen Gesetzte in der echten Welt immer besser verstehen und abbilden kann. Diese multimodalen Trainingsdaten werden KI-Systeme deutlich leistungsfähiger machen, als dies heute, wo sie überwiegend mit Text trainiert werden, der Fall sei.
  5. Ein ChatGPT-Moment bei Robotik steht bevor
    Last but not least präsentiert Huang eine neue Chip-Generation, die darauf abzielt Roboter leistungsfähiger zu machen und die Art und Weise wie Roboter lernen, nachhaltig verändern wird. Er sage frei übersetzt: “Alles, was sich in der Industrie in der physischen Welt bewegen muss, wird von Robotern umgesetzt werden. Ein ChatGPT-Moment für die Robotik könnte unmittelbar bevorstehen”. 

Was im ersten Moment, während des Anschauens der Keynote sehr technisch klang, ist nach dem man sich kurz überlegt, was diese neuen Chips, Computer und Plattformen bedeuten, unglaublich relevant für unsere nähere und weitere Zukunft. 

Es wird die Art und Weise, wie wir Produktionen und logistische Prozesse planen, simulieren und umsetzten nachhaltig verändern. 

Die Liste der NVIDIA-Partner repräsentiert einen Großteil der wichtigsten Unternehmen des Planeten.

Der Gedanke, dass zuerst mal überwiegend die Wissenarbeiter dieser Welt sich auf neue Realtitäten einstellen müssen, weicht sich immer mehr auf. Die Ankündigungen während der NVIDIA Keynote haben klar gezeigt, dass das produzierende Gewerbe, vom Automobil-Hersteller bis zum Softwareunternehmen mit diesen neuen Technologien neue Ansätze und Prozesse denken muss, um am Ball zu bleiben.

Dies gesagt muss man konstatieren, dass der Börsenkurs von NVIDIA vielleicht gar nicht so aufgebläht ist, wie man bei der rassanten Kursentwicklung meinen könnte und es eins dieser wenigen Unternehmen ist, die die neue industrielle AI-Revolution maßgeblich mit voranbringt. 

Die für mich persönlich wichtigste Botschaft hinsichtlich ihrer Bedeutung war aber das, was CEO Jensen Huang im Bereich Roboter präsentiert hat. Mit der raschen Entwicklung von spezialisierten Robotik-Chips und Traingingsplattformen für Robotics-Anwendungen sehen wir wieder einmal, wie schnell sich das Rad dreht und das die Bezeichnung “exponentielles technologisches Wachstum” schon heute auf unsere Zeit zutrifft. 

Das ist in vielerlei Hinsicht ein wichtiger Moment für die Addaption von AI. Mit der Einführung der Robotic-Produkte von NVIDIA wird es auch für Startups realistischer marktreife Innovationen im Robotic-Segment zu entwickeln und auf Basis von bestehenden Chips und Softwareplattformen deutlich schneller und kostengünstiger zu agieren. 

Hier Keynote anschauen:

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Weitere Informationen

Wie schnell sich dieser Markt entwickelt. In vielen Ausgaben des Newsletters stand mittlerweile, dass es eine Innovation gab, mit der heute noch niemand so recht gerechnet hat. 

Da macht die heutige Ausgabe keine Ausnahme. 

Exponentieller technologischer Fortschritt ist etwas, auf das wir uns einstellen und vorbereiten müssen. Schneller als es sich der überwiegende Teil der Menschheit aktuell vorstellen kann. 

Aus diesem Fortschritt Gutes zu entwickeln ist unsere gesellschaftliche Aufgabe in den nächsten Monaten und Jahren. 

Ich drücke uns die Daumen, dass wir diesen Fortschritt zum Wohle der Menschheit einsetzten können und später unseren Kindern und Enkeln erzählen können, dass dies die Zeit war, in der sich so Vieles zum Besseren entwickelt hat. 

Das wird nicht von allein passieren. 

In diesem Sinne - bis zur nächsten Artikel.

Kai Michael Schäfer

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